Zahlen und Fakten

Aus der folgenden Tabelle sind die seit 1988 von uns angenommenen Mostobstmengen und die Auszahlungen an die Anlieferer / Erzeuger aufgeführt.

Jahr Tonnen Aufsummierte Tonnen t Auszahlungen in EURO Aufsummierte Auszahlungen
1988 7 7 1.110,00 1.110,00
1989 33 40 4.387,00 5.497,00
1990 88 128 14.848,00 20.345,00
1991 67 195 13.018,00 33.363,00
1992 245 440 43.140,00 76.503,00
1993 350 790 53.352,00 129.855,00
1994 526 1.316 74.701,00 204.566,00
1995 346 1.662 70.815,00 275.371,00
1996 685 2.347 99.829,00 375.200,00
1997 153 2.500 27.977,00 403.177,00
1998 438 2.938 57.348,00 460.535,00
1999 399 3.337 66.288,00 526.813,00
2000 1.101 4.438 113.941,00 640.754,00
2001 196 4.634 33.744,00 674.498,00
2002 506 5.140 70.377,00 744.875,00
2003 503 5.643 84.809,00 829.684,00
2004 880 6.523 89.928,00 919.612,00
2005 117 6.640 15.797,00 935.409,00
2006 662 7.302 111.317,00 1.046.726,00
2007 810 8.112 157.622,00 1.204.348,00
2008 1.064 9.176 99.272,00 1.303.620,00
2009 132 9.308 15.095,00 1.318.715,00
2010 674 9.982 105.784,00 1.424.499,00
2011 513 10.495 80.445,00 1.504.944,00
2012 1.184 11.679 207.563,00 1.712.507,00
2013 555 12.234 98.582,00 1.811.089,00
2014 643 12.877 53.924,00 1.866.067,00
2015 732 13.609 125.180,00 1.991.246,00
2016 1.082 14.691 172.767,00 2.164.013,00
2017 209 14.900
Durch- schnitt 497 14,80/ 100kg

Aus dieser Tabelle ergibt sich, dass wir in 30 Jahren insgesamt 14.900 Tonnen Mostobst angenommen und dafür mehr als 2 Millionen Euro an die Erzeuger (Streuobstwiesenbesitzer) ausgezahlt haben.

Der Marktpreis für 100kg traditionell erzeugte Mostäpfel schwankt ungefähr zwischen 3,50 und 13,50 Euro. Langährig geht man von einem mittleren Preis von knapp 7,50 Euro aus. Der Preis für Birnen liegt noch darunter.

Das STEINKAUZ-Streuobstwiesen-Projekt konnte in 30 Jahren Obstannahme für seine (Streuobstvereins-)Mitglieder einen mittleren Auszahlungspreis von 14,80 Euro erzielen, also 100% mehr als der durchschnittliche Marktpreis. Und dies gilt sowohl für Äpfel, als auch für Birnen.

Zusätzlich bieten einige Vereine die Möglichkeit an, Fördergelder für die Streuobstwiesenpflege zu beantragen, beziehungsweise geben Hilfestellung hierbei.

Förderprogramme gibt es hier unter anderem bei der Entbuschung verwilderter Streuobstwiesen, dem Baumschnitt, bei schonendem Mähen mit anschliessendem Abräumen/Verwerten des Schnittguts, bei Beweidung, bei der Landschaftspflege in Naturschutzgebieten.

Um ein gesundes Produkt anbieten zu können, werden alle unsere Streuobstwiesen nach EU-BIO-Standard bewirtschaftet und von Naturland (BIO-Zeichen-Baden-Wuerttemberg) und AbCert (Streuobstwiesen) kontolliert. Zusätzlich muss auf biologische Düngung (Ausnahme Jungbäume ab dem 3. Jahr, wo notwendig) und biologische Schädlingsbekämpfung weitgehend verzichtet werden. Es wird nur Obst angenommen, bei dem faule Früchte zuvor ausgelesen wurden. Ferner achten wir auf eine möglichst rasche Pressung, um ein Faulen des Obstes nach der Annahme zu verhindern. Trotzdem erfolgt vor dem Pressen abermals eine zusätzliche Auslese.

Wir unterstützen unsere Streuobstwiesenbesitzer darüber hinaus bei Brutkästen für Vögel und Nisthilfen für Insekten, der Pflege ihrer Bäume, sowie bei allen Fragen rund um ihre Streuobstwiese. Wir bitten sie Blühflächen für Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, sowie mindestens 1 absterbenden beziehungswiese toten Baum auf der Streuobstwiese stehen zu lassen. Dieser ist für Tiere und Insekten besonders wertvoll. Ein Jungbaum kann dabei bereits zuvor in der Nähe oder unterhalb des Altbaums neu gepflanzt werden, ohne dass eine Rodung des Altbaums notwendig ist.

Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, unterhalten wir mehrere Obstannahmestellen und verarbeiten das Obst dann in nahegelegenen Mostereien.

Wir stellen nur BIO-DIREKTSÄFTE her. Eine Umwandlung unseres Saftes in Konzentrat lehnen wir ab, obwohl es die Lagerung in ertagsstarken Jahren sehr erleichtern würde und nach EU-BIO-Standard erlaubt ist.

Der naturtrübe STEINKAUZ-BIO-APFELSAFT kommt ohne jede Zusätze aus der Presse entweder direkt in die Flasche oder in den Tank, wobei er zur Haltbarmachung erhitzt wird. Nach Bedarf wird er später vom Tank in Glaspfandflaschen gefüllt. Diese stellen bei Transportwegen bis etwa 300 Kilometer die umweltfreundlichste Verpackung dar.