Um das 16. Jahrhundert entstandene Apfelsorte, die um 1660 in Deutschland und Österreich ihre Verbreitung fand. In der Region, besonders im Landkreis Ludwigsburg, ist die Mutante des Welschisner -Geisinger Liebling- im Anbau.
Der Baum stark und bildet große Kugelige Kronen aus. Im Jungstadium undiszipliniert Wuchs. Der Autor kultiviert seit ca. 20 Jahren die Sorte. Sein Resümee, im Jungstadium schwierig zu erziehen, da viele Jungtriebe an Stellen austreiben wo sie nicht gewünscht sind. Somit vergeudet der Jungbaum unnötige Kräfte, weil diese Triebe entfernt werden müssen zu Gunsten eines geordnetem Kronenausbaus. Die Pflege verursacht großen Arbeitsaufwand während der Jungbaumerziehung. Später lässt der Aufwand etwas nach.
Die Sorte ist sehr frosthart und in Höhenlagen bis 800 m anbaufähig. Blüte wenig empfindlich und anhaltend. Triploid, damit als Befruchter ungeeignet. Als Tafelapfel lagerfähig bis April, Früchte mittelgroß bis groß in unregelmäßiger Form mit deutlich sichtbaren kanten. Grüngelbe Grundfarbe, reifend zitronengelb. Gering aromatisch, säuerlich und saftig. Erträge alternierend also unregelmäßig. Baumschulen bieten Welschisner als Hoch- und Halbstämme an.
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