Züchter der Vollreife wohlschmeckenden und stark aromatischen Apfels ist unbekannt. Wohl als Zufall Sämling entstanden. Zwischen dem 16. Und 18. Jahrhundert in Schleswig oder Dänemark in den Handel gekommen. Der Baum wächst zügig und stark soweit er im Weinbauklima kultiviert wird.
Außerhalb unserer Region gepflanzt leidet es unter starken Klimaschwankungen. Die Früchte reifen zu Beginn des Monats September bis Mitte des Monats, sind mittelgroß bis groß, oft ungleichmäßig, kugelig bis hochgebaut. Die Grundfarbe grün-gelb bis hellgelb, die Deckfarbe karminrot auf der Sonnenseite. Sie kann gestreift oder marmoriert sein. Fruchtfleisch saftig mit edlem Aroma, etwas druckempfindlich. Gehört zu den besten Frühherbstsorten. Die auf dem Apfelsortenmakt gehandelte Mutante „Roter Gravensteiner“ erreicht nicht die Qualität des auch „Ernteapfel“ und „Blumenkalvill“ genannten Originals.
Der Ertrag ist reichhaltig aber nicht regelmäßig also alternierend. Da triploid als Befruchtersorte ungeeignet. Zur Lagerung nicht geeignet, weil zur Fleischbräune neigend. Formen der Erziehung vorwiegend Hoch- und Halbstamm aber auch Spindel.
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