Saftobstsorte die im Jahre 1860 von E. Lucas in Stuttgart-Hohenheim auf den Markt gebracht wurde. Auffallend ist , dass die Sorte als tatsächlich allerletzte Apfelsorte zur Blüte kommt. Alle anderen Apfelsorten sind längst abgeblüht. Manche Stücklesbesitzer unterliegen der irrigen Auffassung, ihr Baum sei abgängig; doch dann überrascht er mit seiner Blütenfülle seinen Besitzer.
Der Spätblühende Taffetapfel legt seine Zurückhaltung ab und entwickelt sich innerhalb der folgenden vier Monate seine Früchte zur Erntereife im September im Rekordtempo. Die Bäume sind sehr widerstandsfähig und für raue und auch hochliegende Streuobstwiesen prädestiniert. Der Wuchs ist eher zögerlich mit mittelgroßer Krone, die gerne Wasserschosse bildet.
Die Früchte wachsen maximal mittelgroß, meist kugelförmig, grünlichgelb bis zu einem hellgelben Weiß; sonnenseits rötlich gefärbt im Pastellrot. Das Fruchtfleisch ist weißlich und saftig mit säuerlichem Geschmack. Der Ertrag setzt verzögert ein, ist mäßig bis hoch und regelmäßig.
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