Weitere Bezeichnungen sind Winter-Himbeerapfel, Hanseapfel u.a. Tafel- und Wirtschaftsapfel. Aus Oberschwaben kommend bereits 1854 beschrieben. Die Sorte ist eher unbekannt, ist selten nachgefragt und wird daher auch kaum kultiviert. Auf Gemarkung Gronau wächst sehr vital und zügig ein Exemplar seit nahezu 20 Jahren.
Für den Streuobstanbau sehr zu empfehlen wegen seiner Robustheit, der sehr hohen Frosthärte und der Möglichkeit des Anbaus auch in kalten Lagen. Späte Blüte. Ertrag regelmäßig. Pflückreif ab Oktober, genussreif bis Januar. Die Früchte sind mittelgroß bis groß mit kräftiger karmin- bis purpurroter Schalenfarbe die violett bereift ist. Wie der Berner Rosenapfel fällt der Oberländer Himbeerapfel ob seiner ähnlichen roten Fruchtfarbe dem Betrachter ins Auge.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß bis weiß, meist mit roten Adern durchzogen, gering saftig mit zimtartigem süßem Geschmack. Die Sorte ist starkwüchsig, verzweigt sich gut und bildet hohe Kronen aus. Es bleibt vorerst rätselhaft warum die Sorte ein derartiges Schattendasein führt.
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