Förderung von Jungbäumen

Im Spätherbst finden gemeinsame Pflanzaktionen von Hochstammobstbäumen für Streuobstwiesen statt, an der sich die etliche Gemeinden und die Steinkauz-Streuobstwiesen-Projekt GbR beteiligen.Richtlinien zur Förderung des Streuobstbaus durch Abgabe von Hochstammobstbäumen
Die Kosten für das Pflanzgut werden gefördert. Wenn die Gemeinde, auf deren Gemarkung die Bäume gepflanzt werden, sich an der Förderung beteiligt, werden die Kosten für die Anschaffung des Pflanzgutes gedrittelt, so dass jeder Partner (Gemeinde, Steinkauz-Streuobstwiesen-Projekt GbR, Grundstücksbesitzer) jeweils 1/3 beiträgt. Beteiligt sich die jeweilige Gemeinde nicht, werden die Kosten für das Pflanzgut zwischen der Steinkauz-Streuobstwiesen-Projekt GbR und den Grundstücksbesitzern halbiert.


Die Förderung ist begrenzt auf insgesamt 500 Bäume pro Jahr (Höchstmenge). Wird die Zahl 200 pro Gemeinde und Jahr überschritten, dann entscheiden die jeweilige Gemeindeverwaltung und die Steinkauz GbR über eine Erhöhung ihres Anteils zur Deckung der Gesamtkosten.
Die Förderung wird auf bis zu 30 Bäume pro Grundstückseigentümer und Jahr beschränkt. Von dieser Regel kann abgewichen werden, wenn die Höchstmenge (500 Bäume für die zwei Gemarkungen) noch nicht erreicht ist.
Interessenten melden Zahl und Sorte und das Grundstück der beabsichtigten Pflanzung ihrer Gemeindeverwaltung oder direkt an uns bis Ende September.
Die Jungbäume werden nach Möglichkeit gemeinsam durch die Steinkauz-Streuobstwiesen-Projekt GbR qualitätsorientiert eingekauft, wobei nur biozertifizierte Ware in Frage kommt, sofern diese lieferbar ist.

Die Ausgabe der Pflanzen erfolgt durch die Steinkauz GbR.

Die Förderung wird auf Pflanzungen in der freien Feldflur beschränkt.
Es werden alte Sorten von Apfel-, Birnen-, Süßkirschen- und Zwetschgen-Hochstammbäumen gefördert. Wir empfehlen für die Streuobstwiesen insbesondere die großkronigen und landschaftsprägenden Sorten, die unten aufgeführt sind.
Für jede Neupflanzung wird ein Wühlmauskorb ( 10,00 €) empfohlen, da ohne diesen Neupflanzungen nicht selten zum Scheitern verurteilt sind. Die Kosten dafür werden in die Förderung aufgenommen.

Empfohlene Sorten

ApfelsorteVerwertungEigenschaften
Bittenfelder SämlingMost- und Saftapfelguter Mostapfel, sehr robust, unregelmäßig tragend
Börtlinger WeinapfelMost- und Saftapfelguter Mostapfel, kleinfrüchtig, Massenträger
BrettacherSaft- und Backapfesehr saftig, robust, regelmäßig tragend, Lokalsorte
Champagner RenetteMost- und Saftapfelkleinfrüchtig, regelmäßig tragend
Gehres RamburMost- und Saftapfelsehr saftig, sehr ertragreich, regelmäßig tragend
GewürzluikenBrenn,- Most- u. Tafelapfelvielseitig verwertbar, für wärmere Lagen geeignet
HauxapfelMost- und Saftapfelguter Mostapfel, für höhere Lagen geeignet
Jakob LebeBrenn,- Most- u. Tafelapfelsehr saftig, vielseitig verwertbar, für höhere Lagen
TaffetapfelMost- und Wirtschaftapfelsehr robust, für spätfrostgefährdete Lagen geeignet
Kaiser WilhelmBrenn,- Most- u. Tafelapfelsehr robust, unregelmäßig tragend
MaunzenapfelMost- und Saftapfelguter Mostapfel, sehr robust und frostfest
Rheinischer BohnapfelMost- und Saftapfelhervorragender Mostapfel
Rheinischer KrummstielMost- und Wirtschaftapfelvielseitig verwertbar, für wärmere Lagen geeignet
Rheinischer WinterramburMost- und Saftapfelrobust, ertragreich, für wärmere Lagen geeignet
SonnenwirtsapfelMost- und Saftapfelsehr robust, widerstandsfähig, regelmäßig tragend
WelschisnerMost- und Backapfelsehr robust, für höhere Lagen geeignet